König der Edelsteine


Der Diamant an sich ist eine kubische Modifikation des kristallisierten Kohlenstoffs.
Sein Name bekam der Diamant von seiner Härte (griech. adamas = der Unbezwingbare).
Tatsächlich gibt es nichts, das gleich hart oder härter ist wie der Diamant selbst. Allerdings ist die Härte des Diamanten auf den einzelnen Kristallflächen verschieden. Darin liegt überhaupt die Möglichkeit, einen Diamant mit einem Diamanten oder mit Diamantpulver zu schleifen.
Die Merkmale des Brillantschliffs sind kreisrunde Rundiste, die aus mindestens 32 Facetten sowie Tafel im Oberteil und mindestens 24 Facetten und eventuell eine Kalette im Unterteil bestehen. Durch Berechnung wurde dieser Schliff perfektioniert. Die Bezeichnung Brillant ohne Zusatz darf nur für runde Diamanten mit diesem Brillantschliff verwendet werden. Alle anderen Schliffarten müssen als solche zutreffend bezeichnet werden.
 
Diamanten finden man auf der ganzen Welt. Bis zum 18. Jahrhundert lieferten Borneo und vor allem Indien und seit 1725 Brasilien Diamanten. Durch Zufall entdeckte man in Südafrika sog. vulkanische Durchschlagröhren (engl. Pipes), welche mit diamantführenden Muttergestein (Kimberlit) gefüllt sind.
Die wohl berühmteste Pipe-Lagerstätte Südafrikas ist die Kimberly-Mine. Hier entstand das größte, jemals von Menschenhand gegrabene Loch, das sogenannte “Big Hole”.
Die Schachttiefe lag bei 1.070 Metern und hatte an der Oberfläche einen Durchmesser von 460 Metern. Insgesamt wurden hier 14,5 Millionen Diamantkarat, also etwa 3 Tonnen, gewonnen. Südafrika zählt heute mit Namibia zu den Hauptexporteuren für Diamanten.
Der Anteil an Diamanten in Edelsteinqualität ist in Namibia außergewöhnlich hoch. Er beträgt 90 bis 95% der Förderung, welche durch Spezialschiffe vor der Küste Namibias vom Meeresgrund ans Tageslicht gebracht werden. Dabei werden bis zu einer Tonne Erdbewegungen durchgeführt. Weitere wichtige Lagerstätten auf der Welt befinden sich in Zaire, Botswana, Angola und außerhalb Afrikas in Russland, China, Kanada und Australien, letzteres mit enormen Zuwachsraten.
Obwohl der Diamant als Edelstein schon seit über 2.000 Jahre bekannt ist, erfolgte die erste Bearbeitung zur Erhöhung des optischen Effekts erst im 13. Jahrhundert. Durch Verwendung der Schleifscheibe im 15. Jahrhundert ist eine technische Verbesserung des Facettenschliffs erst möglich geworden.
Erst Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Dickstein ein facettierter Stein mit 18 Ebenen, der einfaches Gut genannt wird.
Weiterentwickelt zum zweifachem Gut mit 38 Facetten entstand (angeblich) durch den venezianischen Schleifer Vincenzio Peruzzi ein Edelstein mit 58 Facetten, der dem Brillanten schon sehr nahe kommt. Dieser Schliff ist zwar noch sehr unregelmäßig, dennoch aber bahnbrechend. Die Vollendung als Edelstein erfährt der Diamant erst durch den modernen Brillantschliff, der um 1910 aus dem Altschliff des vorhergehenden Jahrhunderts entwickelt wurde.
Diamanten kommen nicht nur farblos bis transparent vor, sondern in vielen Farbtönen, die mitunter stark gesättigt sind. Diese Edelsteine werden im Handel als „fancy colors“ bezeichnet.
Die Farbvarianten sind sehr vielfältig und gehen von gelb, grün, blau bis hin zu rötlich und schwarz.
Alle Diamanten werden nach Form, Qualität, Farben und Größe in die fast 5.000 verschiedenen Klassen eingestuft. Hierbei berücksichtigt man die Farbe (colour), die Reinheit (clarity), den Schliff (cut) und das Gewicht (carat) – die 4 C´s machen den Wert des Diamanten aus. Seit geraumer Zeit kommt noch ein weiteres “C” dazu. Es steht für conflict und möchte darstellen, dass dieser Diamant belastungsfrei, d.h. aus nicht kriegsführenden Ländern und aus humanen Abbau kommt. Hier geht es um das Thema der sogenannten Blutdiamanten.

Quelle: www.wikipedia.org

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